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Tarzan, die kranke Zwergfledermaus Künftige Schulkinder durften sogar sein flauschiges Fell streicheln
Meldung vom: 26.07.2012

Bad Berleburg. Sie sind Geschöpfe der Nacht, haben spitze Zähne wie Vampire – aber Angst braucht man vor diesen kleinen Fellknäueln nicht haben. Fledermäuse sind ganz harmlose und sogar nützliche Tiere. Das konnten auch die 19 Schützlinge des AWO- Familienzentrums Berliner Straße unter Leitung von Ingrid Henkel in Bad Berleburg selbst herausfinden. Um das Abschiedsschlafen für die zukünftigen Schulkinder zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen, lud man vom NABU Sabine Portig und Christian Sebening, der eine Fledermaus-Notfallstation in Schameder leitet, ein. Neugierig waren die Jungen und Mädchen alle auf diese Säugetiere. In Schaukästen konnten sie schon mal einen Blick auf viele verschiedene Fledermausarten erhaschen. Aber richtig interessant waren die Besonderheiten des Maus-ähnlichen pelzigen Tieres, das „gerade mal soviel wie eine paar Gummibärchen wiegt“, so Sabine Portig. Tagsüber hängen sie sich nämlich an ihren Füßen kopfüber auf, legen ihre großen Flügel an und schlafen. Dass das gar nicht so leicht ist, zeigte sich schnell, als die Kinder selbst probierten kopfüber am Reck zu hängen. Abends machen sich die Fledermäuse dann auf die Jagd nach Insekten, Fliegen und Nachtfaltern. Dazu benutzen sie entweder ihr Maul, die Schwanzflughaut zwischen ihren Beinen und je nach Arte auch noch ihre Flügel oder Hinterbeine aber auch ihre Schallwellen um die Beute zu orten. In einem Spiel durften die Kinder das mal nachahmen: Eine kleine Fledermaus, die eine Augenbinde trug, ruft stets ihren Namen und die Beute antwortet mit „Nachtfalter“ auf die Rufe. Dadurch konnte sie ihre Beute finden; so auch der kleine Frederick - Mit einem Sturzflug setzte er auf seinen Nachtfalter an und verputzte ihn. Highlight des Abends war aber die kleine Zwergfledermaus Tarzan, die Christian Sebening gesund pflegt. Da sein Flügel eingerissen war, kann der Kleine nicht mehr jagen und muss mit Mehlwürmern gefüttert werden. Die scheinen ihm auch zu schmecken, was man an seinem lautstarken Schmatzen hören konnte. Anschließend durfte jedes Kind mal über den winzigen flauschigen Rücken von Tarzan streicheln und sogar noch ein paar frei lebende Fledermäuse am Nachthimmel fliegen sehen, bevor es zum Abschiedsschlafen in die Heia ging.

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Große und kleine Fledermäuse gibt es und sie alle haben Flügel mit Fingern und Flughäuten, damit sie fliegen können.

Text und Foto: Elisabeth Sunke Westfalenpost Bad Berleburg