Bau der Klima-Kita in Erndtebrück beginnt


Jetzt kann es endlich losgehen: Vertreter von Berge-Bau, KSG und AWO trafen sich jetzt mit Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Henning Gronau zum Spatenstich der Klima-Kita in Erndtebrück.

Startschuss für den Bau der Klima-Kita in Erndtebrück: Nachdem jetzt alle Voraussetzungen geschaffen und die entsprechenden Verträge unterzeichnet wurden, kann der Bau der neuen 3-Gruppen-Kita in der Breslauer Straße 9 in Erndtebrück beginnen. „Ich freue mich sehr, dass wir den Bedarf an Betreuungsplätzen gerade im Umfeld dieses Neubaugebietes hier in Erndtebrück mit dieser neuen Kita decken können“, sagt Landrat Andreas Müller bei einem Termin auf der Baustelle, „zumal die AWO hier mit dem Schwerpunkt ‚Klima‘ ein besonderes pädagogisches Konzept umsetzen wird, das schon Kinder für eine der drängendsten Fragen unserer Zeit altersgerecht sensibilisieren wird.“ Auch Bürgermeister Henning Gronau unterstreicht: „Es ist ein toller Moment, weil hier der Startschuss für ein einzigartiges Projekt erfolgt. Für die Kinder wird hier ein Ort entstehen, der sie perfekt auf das Leben vorbereitet. Wir Erndtebrücker schätzen unsere Heimat und unsere Natur. Deshalb passt das Konzept der Klima-KiTa hervorragend zu uns.“

Der Landrat macht zudem noch einmal deutlich, dass der Kreis wie in der Vergangenheit auch künftig sein Versprechen einlösen wird: „Alle Eltern, die ein Betreuungsangebot für ihr Kind wünschen, werden von uns ein entsprechendes Angebot erhalten. Das ist keinesfalls selbstverständlich. Denn auch wenn es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz gibt, existiert der in vielen Regionen Deutschlands nur auf dem Papier. Das ist bei uns zum Glück anders!“

2,2 Mio. Euro für barrierefreies Kita-Gebäude mit modernster Energietechnik

Auf dem rund 2.600 m² großen Gelände wird die Firma Berge Bau ein zweigeschossiges Gebäude errichten. Eigentümerin und Bauherrin ist die Kreiswohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft (KSG). Die Investitionssumme beträgt rund 2,2 Mio. Euro. Das Kita-Gebäude besteht aus zwei Vollgeschossen, die barrierefrei mit einem Aufzug verbunden sind. Für die 55 Kinder in den drei Gruppen steht eine Nutzfläche von 573 m² zur Verfügung. KSG-Geschäftsführer Daniel Aktas: „Die Kita wird nach den aktuellen technischen Anforderungen erstellt. Zudem wird eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung eingebaut, die den Energieverbrauch noch einmal verringert. So wird das Konzept der Klima-Kita auch durch die bautechnische Umsetzung des Gebäudes unterstützt.

Aktas bedankt sich zudem ausdrücklich bei Landrat Andreas Müller, weil das Kreisbauamt den Bauantrag der KSG innerhalb von vier Wochen bearbeitet und genehmigt hat: „Die Zusammenarbeit mit der Baugenehmigungsbehörde hat reibungslos funktioniert“, betont der KSG-Geschäftsführer. Schon im Winter 2020/21 soll die Kita bezugsfertig sein.

Idee der Klima-Kita: Erfahrungen für Nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sammeln

Mit der Klima-Kita setzt der AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe als Träger ein ganz besonderes Konzept um. Ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist die spielerische Heranführung an alle Themen des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit im Umgang mit materiellen Ressourcen des Alltags. „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist keine zusätzliche Aufgabe, sie stellt vielmehr die Zusammenhänge zwischen Umweltbildung, sozialer Bildung, Inklusion und Partizipation her“, so Jens Hunecke, stellvertretender Geschäftsführer der AWO. „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist eine Aufgabe, für die man offen und auf die man vorbereitet sein muss. Der Schwerpunkt liegt dabei im Sammeln von Erfahrungen, sowie im Schaffen von Gestaltungsmöglichkeiten im Lernumfeld ‚Kita‘. Der verantwortliche Umgang mit Natur und Menschen ist deshalb als ein fester Bestandteil im Bildungsprozess der Kita integriert“, so Hunecke weiter.