Sport-Kita der AWO bezieht Neubau in Netphen


Bauherr Axel Stracke, Geschäftsführer der SGS Kindergartenbau GmbH überreichte jetzt symbolisch den Schlüssel für die AWO Sport-Kita in Netphen an Einrichtungsleitung Heike Diepenbruck.

Eine Motopädin, Klettertrainerinnen, drei ausgebildete Rettungsschwimmer, eine Skilehrerin und sogar eine deutsche Turnmeisterin – die Palette der Zusatzqualifikationen und Hobbys, die das pädagogische Fachkräfteteam der AWO Sport-Kita in Netphen mitbringt ist lang. Sportbegeistert und bewegungsfreudig sind alle, nicht nur die Erzieher und Erzieherinnen, sondern auch die Kinder, die diese Einrichtung besuchen. Und die, die es noch nicht sind, werden es spätestens jetzt sein, denn die Sport-Kita wird in Kürze in den fertig gestellten Neubau „An der Obernau 18“ in Netphen umziehen. Dort fand jetzt eine symbolische Schlüsselübergabe statt, denn eine offizielle Eröffnungsfeier konnte aufgrund der aktuellen Corona Situation leider nicht stattfinden.

Der neue Standort, in unmittelbarer Nähe zum Netphener Schwimmbad, bietet die Möglichkeit, das Sportkonzept noch leichter umzusetzen als bisher. „Der Weg zum Schwimmbad ist deutlich kürzer, wir planen hier regelmäßig Ausflüge mit den Kindern, außerdem möchten wir den Weg zur Obernautalsperre und um die Talsperre herum zum Roller– und Fahrradfahren, zum Inlinerfahren oder Joggen nutzen,“ so Einrichtungsleitung Heike Diepenbruck. Jens Hunecke, stellvertretender AWO-Geschäftsführer, Landrat Andreas Müller, Netphens Bürgermeister Paul Wagener, sowie Bauherr Axel Stracke, Geschäftsführer der SGS Kindergartenbau GmbH übermittelten allesamt ihre Glückwünsche und wünschten dem Team der Kita alles Gute für den Start im neuen Gebäude. „Neben der MINT-Kita in Freudenberg und der KLIMA-Kita in Erndtebrück setzt die AWO mit der Sport-Kita in Netphen einen weiteren wichtigen Schwerpunkt für die Jüngsten im Kreis! Die neue Einrichtung ist ein hervorragendes Angebot und ein weiterer Baustein im Versprechen des Kreises: Alle Eltern in Siegen-Wittgenstein, die ein Betreuungsangebot für ihr Kind wünschen, werden von uns ein entsprechendes Angebot erhalten“, so Landrat Andreas Müller.

Der Neubau kann sich sehen lassen. Zweigeschossig in Form eines Schiffes wurde er an das konisch verlaufende Grundstück angepasst. Hell und lichtdurchflutet sind die Räume, alle Fenster dreifach verglast und bodentief. Die Bullaugen in den beiden unteren Gruppenräumen greifen das Schiffsthema auf. Eine Rutsche führt von der oberen Etage ins Erdgeschoss und die Außenrutsche vom Oberdeck in den Garten bietet zusätzlich eine Alternative zur Treppe an. Außerdem verfügt die neue Kita über einen Aufzug für Kinder mit Behinderung, denn die Barrierefreiheit stand bei allen Beteiligten ganz oben auf der Wunschliste. Die neue Sport-Kita hat eine Luftwärmepumpe, der Schallschutz ist durch eine abgehangene Akustikdecke gewährleistet. Ein weiteres Highlight ist, passend zum Bewegungskonzept, die große Turnhalle, die mit einer modernen Kletterwand ausgestattet ist. Auf dem Oberdeck der Kita gibt es zudem eine umlaufende bespielbare Terrasse, auf der sich die Kinder austoben dürfen. „Unsere Kinder werden nach den Bildungsgrundsätzen NRW ganzheitlich gefördert. Neben der vielen Bewegung, ob im Morgenkreis oder im Freispiel, bei angeleiteten Bewegungseinheiten und auch mit begleiteten Ruhezeiten entwickeln unsere Kinder ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie entdecken ihre Stärken und haben nebenbei ganz sicher ihren Spaß,“ so Heike Diepenbruck. „Über dieses Angebot für unsere Kinder und die Familien freue ich mich sehr“, ergänzte Bürgermeister Wagener. „Gemeinsam mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein erleben wir hier in Netphen echte Trägervielfalt!“

Bisher, genauer gesagt seit 2016, war die Sport-Kita der AWO in einer Interimslösung am Güldenweg 17 in Obernetphen beheimatet. Jetzt zieht das Team mit den bereits bestehenden drei Gruppen, mit 12 Plätzen für Unterdreijährige, in das neue Haus ein. Insgesamt bietet die Einrichtung 65 Betreuungsplätze. Interessensorientierte, altersübergreifende Sport-AGs wie Tanzen oder Fußball sowie Wünsche und Anregungen der Kinder werden auch im neuen Domizil den pädagogischen Alltag bestimmen. Dabei werden Stärken und Interessensgebiete hervorgehoben und unterstützt. Die zum Teil freiwillige Teilnahme an Sportangeboten wie Schwimmen, Klettern im DAV, Turnen in der Georg-Heimann-Halle und im Haus, runden das teiloffene Konzept ab.